Tag 2

Es beginnt Lorenzo:
Heute morgen waren wir Zuhause. Ich habe ein Hörbuch gehört, und danach war mir langweilig. Doch dann habe ich mit meinen Geschwister Dreckschleuder gespielt. Danach assen wir Zmittag. Danach hörte ich noch einmal ein Hörbuch.

Lea macht weiter:

WAS BITTESCHÖN IST DENN «DRECKSCHLEUDER»???

Lorenzo erläutert: «Wir spielen, dass wir in einem Auto sitzen, das sich in ein Schiff verwandeln kann. Es kann aber auch zur Dreckschleuder werden.» – Lea: «Das ist dann also ein Auto, das viel Benzin verbraucht?» – Lorenzo: «Vor allem kann es über Stock und Stein fahren und wird dabei sehr schmutzig.» …alles klar.

Ich hab versprochen, es wird ungefiltert. Also, drum ganz ehrlich: heute fühl ich mich, als hätte mich in den letzten Tagen mehrere Male ein Laster überrollt, vor und zurück und wieder vor… Ein wenig Panik stellt sich ein. Für ein, zwei Wochen ist ein solcher Ausnahmezustand hinnehmbar. Er bringt sogar sehr viel Positives mit sich: eine dringend benötigte Entschleunigung, Zeit für Liegengebliebenes (dumme Fenster, immer sind sie schmutzig), keine Angst, irgendwo eine spannende Sause zu verpassen. Aber sechs Wochen? Mindestens. Sechs. Wochen! Ich brauche reale soziale Interaktion!

Gut, liebes Gedankenkarussell, du drehst und blinkst sehr schön, aber jetzt ziehen wir dir den Stecker, du hilfst hier nicht. Ausserdem musste ich heute morgen ein wenig arbeiten. Luc aber natürlich auch. Und siehe da, die Kinder konnten das. Wir habens besprochen und sie zogen sich in eins der Kinderzimmer zurück und spielten – wie ich jetzt weiss – Dreckschleuder. Und ich konnte über eine Stunde ungestört arbeiten. Ganz ehrlich? Hätte ich nicht für möglich gehalten.

7 Gedanken zu „Tag 2“

  1. Hallöchen! Wir haben heute Tagebuch gemalt, die besten veganen Hamburger gebraten (und natürlich die Brötchen selbst gebacken) Aufgaben im Kindergartenblock gemacht, Energiebällchen gemacht (nicht so gut die Idee, wir bräuchten vielleicht etwas weniger) und Elia fährt mit Trotti den Balkon auf und ab – Homeoffice immer so ein bisschen in den Pausen :-D. Herzallerliebste Grüsse!

    1. Danke liebe Maike für deinen Kommentar. Könntest du uns das Rezept für die besten veganen Hamburger durchgeben? Wird sofort nachgekocht! 🙂
      Haltet weiterhin die Ohren steif!

  2. Hallo. Habe heute ganz einfach das Buch „die sieben Schwestern“ von Lucinda Riley fertig gelesen. Nun warten schon die vier nächsten auf meinem Nachttisch. Musste feststellen dass fast alle meine Freunde und Bekannten schon alle gelesen haben. Bin also reichlich hintennach. Aber bei meinem Hausarrest habe ich grosses Aufholpotenzial!
    Liebgruss

  3. Lorenzo, deine Dreckschleuder finde ich ganz spannend. Ich möchte gerne wissen wohin denn der Dreck geflogen ist und wie das nach eurer Durchfahrt ausgesehen hat. Ganz schlimm? Oder hatte es in den Dreckklumpen, die da weggespickt sind, Blumensamenkapseln, die danach aufgeplatzt und ganz schnell aufgeblüht sind? Das würde dann sicher toll aussehen.

  4. Hallo 🙂 Auch in London machen wir seit heute beide Homeoffice. Wenn ich eure Beiträge lese, dann kann ich mir sehr gut vorstellen, wie es meinen Schüler*innen und deren Eltern im Moment geht. Ich geniesse im Moment die plötzliche und unerwartete Ruhe, bevor mir dann vermutlich spätestens morgen zum ersten Mal ein wenig langweilig sein wird 🙂
    Liebe Grüße aus England

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