Tag 36

Wir greifen hier ein sehr brisantes Thema auf, welches bereits den gestrigen Tagebucheintrag dominierte: Das Puzzle. Die Puzzleerfolgswelle konnte erfolgreich in die neue Corontänewoche hinübergerettet und auf zwei weitere Familien übertragen werden. Nur wurde in unserer partiellen Basisdemokratie wirksam das Referendum ergriffen, was das nächste zu lösende Puzzle angeht: Wir bleiben bei 500 Teilchen, wechseln aber die Thematik. War das erste Puzzle eine wilde Fussballplatzszene, kommt jetzt das Abenteuer Skipiste. Nicht sehr saisonal, fand ich auch. Aber um die Saison geht es ja hier nicht, sondern um das Geduldstraining. Und den Spass. Natürlich. Da war ich also nur mal kurz nicht im Raum, schon finde ich die folgende Situation vor:

Voilà, die Corona-Puzzle-Leidenschaft

Die drei Herren des Hauses haben sich hier die Anfangserfolge gesichert und bereits mit viel Eifer so einige Teile zusammengefügt. Sofia bleibt indes konsequent und würdigt den Puzzlefleiss der restlichen Familienmitglieder keines Blickes. Wir sind einigermassen gespannt, wie lange wir am Zusammenfügen dieses Bildes haben.

Ich habe derweil ganz andere Sorgen: In unserem Garten wachsen normalerweise ziemlich viele Walderdbeeren, die weissen Blüten schmücken die Pflänzchen bereits und lassen auf eine feine Ernte hoffen. Nun zählt unsere Familie ja saisonal sechs Mitglieder, wobei zwei davon nahezu versessen sind auf diese kleinen, roten Früchte. Es sind dies Sofia und – ihr habt es geahnt – die Schildkröte Kasimir II. Ich mag Walderdbeeren wirklich auch gerne, aber ich bekomme kaum je welche ab. Meist treffe ich auf meiner Beerensuche nur noch die abgeernteten Pflänzchen an. Kasimir und Sofia haben da irgend einen Deal am Laufen und teilen die süssen Früchte restlos untereinander auf. Gerade die Schildkröte hat bei der Ernte normalerweise einen grossen Heimvorteil: Sie ist immer im Garten, wohnt sozusagen unter den Erbeerpflänzchen. Da muss sie nur noch den Schnabel aufmachen und weg sind sie. Aber jetzt, ja jetzt, in der Corontäne, ist alles anders! Ha! Jetzt bin auch ich täglich im Garten. Das Erdbeerenrennen ist hiermit eröffnet!

Wehe, es futtert mir einer die Umsetzung dieser Blüten vor der Nase weg.

Unser heutiger Freigang war wiedermal eher sportlicher Art: Die Kinder und ich haben den hiesigen Vitaparcour absolviert. Ich war einmal mehr erstaunt darüber, die ausdauernd und schnell diese kurzen Beinchen rennen können. Die ausgedehnte Runde durch den Walt hat Spass gemacht und geholfen, den Kopf auszulüften. Beweismaterial in Form von Bildern gibt es von diesem Ausflug leider nicht, wir hatten nur ein Wasserfläschchen für allfällige Zwischentiefs im Gepäck. Dabei wäre gerade die Bekleidung der Zwillinge ein Foto wert gewesen: Sie trugen beide ein rot-weisses Fussballtrikot, die volle Montur. Warum auch nicht?

Bis morgen.

2 Gedanken zu „Tag 36“

  1. Ich habe schon immer Puzzles sehr sehr gern gemacht – und die Corontäne ist natürlich eine super Zeit, um diese Leidenschaft zu erfrischen. Vor ca. einem Jahr haben wir etwas Neues entdeckt: Escape Puzzles (z.B. https://www.ravensburger.org/uk/discover/escape-puzzles/index.html). Wie funktioniert das? Als Einführung zu jedem Puzzle gibt es eine kleine Geschichte, die den Ausgangspunkt erklärt. Dann geht es darum, das Puzzle zu machen (759 Teile, also 758 zu viel). Sobald das Puzzle fertig ist, muss man (normalerweise) 8 Rätsel finden und lösen, um aus der im Puzzle beschriebenen Situation davonzulaufen. Wir haben schon 3 solche Puzzles gelöst, und schon ein Paar neue davon bestellt, es lohnt sich! 🙂

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