Tag 52

Heute mit Gastautor LH aus B

Quelle: ich

Um es mit den Worten eines weitum bekannten Polizisten zu sagen: Die Welt (zumindest die corontäre) ist aus den Fugen!

Wieso fragt ihr? Nun, es gibt eine neuerliche Premiere: Zum ersten Mal seit Beginn der Zeitrechnung (zumindest der corontären) waren beim heutigen Abendessen NICHT alle Bewohner der Villa Hebdifescht anwesend. Die Erziehungsberechtigte glänzte mit Abwesenheit, über die Gründe dafür darf gerne in den Kommentaren spekuliert werden.

U N G L A U B L I C H

Dies hat nun zur Folge, dass ein anderes Familienmitglied die Berichterstattung übernehmen muss. Wer meldet sich freiwillig?


Gut.. nicht alle auf einmal bitte. Es gibt auch Schokolade zur Belohnung!


Hm?!? Immer noch niemand? VIIIEEEL SCHOKOLADE! UND NICHTS AUFZURÄUMEN!


Immer noch nichts… Oh! Jetzt fällts mir ein. Die Zwillinge können nicht, sind ja gar nicht anwesend sondern auf einem ausgedehnten Nachmittagsbesuch bei Nonna, bevor nächste Woche mit dem Kindergarten auch die Begegnungen und damit das Risiko wieder steigen. Und Lorenzo? Gute Frage.. Den habe ich seit er mich im Boccia „voll abeglah, mann“ hat, nicht mehr gesehen. Irgendwie murmelte er etwas von Lego und Zimmer oder so, konnte das zwischen meinen Tränen nicht so recht verstehen. Auf jeden Fall scheint er in einem ähnlichen Zustand zu schweben wie sein Bruder gestern (vergleiche Fig. 1 in Tag. 51)

Gut.. dann bleibt nur noch einer. Tut mir echt Leid für euch, aber da müssen wir jetzt gemeinsam durch (Hat also einiges mit der allgemeinen Lage momentan gemeinsam)

Gut , da ich mir nun Narrenfreiheit gesichert habe möchte ich mit einem schönen Stillleben beginnen, das auch wunderbar ein Thema der vergangenen Tage aufnimmt: „Dinge aus der Vergangenheit“ (Dem Telefon gehts bestens, es klingelt auch heute fröhlich, danke der Nachfrage):

Fig. 1. : Ansammlung von Dingen auf gemischtem Hintergrund. Künstler: Mechtild Cortesi

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei der Künstlerin für die Einsendung des Werkes. Noch ein wenig kunsthistorischer Kontext: Das Sammelsurium der Objekte auf dem Bild stammen grösstenteils aus der Vergangeheit der Erziehungsberechtigten (Singular, feminin) und wurden wohl bei einer Aufräumaktion entdeckt. Ich frage mich an dieser Stelle was mich am meisten an diesem Blick in die Vergangenheit (von dem man ja mit hoher Präzision auf die Zukunft schliessen kann, wie wir alle Wissen /ironieoff) am meisten besorgt. Cafe del Mar, oder Top of the Pops? Oder doch die Tenöre?

Lorenzo hatte zwar Recht, als er heute Morgen philosophierte: „Musik ist etwas vom besten auf der Welt. Ohne Musik wäre die Welt nicht das gleiche, alles wäre so langweilig und so!“, aber gilt das nun wirklich für alle Musik? (Meine grösste Sünde war sicher die Kassette von David Hassellhoff, im Jumbo an der Kasse gekauft, eure so?)

Nun ja. Für den zweiten Bildbeitrag wenden wir uns etwas erfreulicherem zu:

Fig. 2. Strassensaum mit Blüemli

Es zeigt den Strassenrand gleich neben unserer Gartenmauer. Bis im letzten Jahr wuchsen hier nur die üblichen Verdächtigen und Neophyten, gemeinhin sieht man hier herum ab Juli oft Leute mit Gasbrennern diese Ränder ablaufen. Nachdem ich mit den Kindern im Frühjahr mal mit ein paar Samenpäckchen Weitwurf geübt habe zeigen sich erste Erfolge dieser Zielübungen. Wer errät alle drei Blütenpflanzen auf dem Bild (Bitte! Die eine weiss ich nämlich grad selber auch nicht..)

Gut. Ich denke damit wäre dem Tagebuch genüge getan, falls ihr nicht gekippt seid wäre das hiermit überstanden und ich übergebe für den Abschluss wiederum an Herrn Prof. L. Tempo-Pflowofsdhs (Lea, das nächste mal bitte noch komplizierter bitte..)

Wie dem auch sei: Niederschlagsmenge in den letzten 24 Stunden im Zürcher Unterland: 6.5 – 7 mm. Die erhöhte Unsicherheit der heutigen Messung lässt sich gem. Prof. Pflotschi durch die Berücksichtigung möglicher Verdunstung infolge der überdurchschnittlichen Temperaturen erklären.

Damit möchte ich euch nun wieder dem Alltag (zumindest dem corontären) überlassen und euch dafür noch folgendes mit auf den Weg geben:

Ciao!

PS: Lea, die Kommafehler die du gefunden hast darfst du behalten und mir zum Geburi schenken.

10 Gedanken zu „Tag 52“

  1. Mir fehlen die Worte. Und die Luft. Wegen der Lachkrämpfe. Danke, L. aus B. (Name der Redaktion bekannt) fürs Verfassen dieses bereichernden Beitrages. An dieser Stelle nur eines: Es sind nicht alle CD’s auf M.’s kunstvollem Bild von mir!!! Top of the Pop – the 70ies? Cafe del Mar??? Die müssen von meinen (ehemals) Erziehungsberechtigten sein. In meinem Fall wären es massiv mehr Bravo Hits!

    Das war alles. Ich habe fertig. Gehe jetzt wieder lachen.

    1. Also: die CD‘s und das komische Gerät, dem wohl der Deckel fehlt, stammen, neben einer inzwischen entsorgten, weil stickenden Jacke, aus einem grünen Migroskörbli. Dort hinein wurden sie verfrachtet, als der ehemals Erziehungsberechtigte den Kia picanto nach eurem Auszug nach Rom entrümpelte. Weiss Gott, was ihr von dort sonst noch alles zurück nach Hause gebracht habt. 😂😂😂

  2. Hier AG aus B: ein grosses Dankeschön an LH aus B für die vielen Schmunzeleien ich beim Lesen deines Werkes erleben durfte. Die Talente in der Villa Hebdifescht sind zahlreich und ich hoffe, sowohl LC und LH aus B machen nach der C weiter.
    Meine schlimmsten CDs habe ich in einem Restaurant in Neuenburg gekauft. Ein spanisch singender Herr lief mit Gitarre herum, hat für uns vier am Tisch (dazumal ohne Maskenpflicht) gesungen und gespielt und ich habe mich mit meinem Reiseleiter-Spanisch für sein Tralala im Namen aller Essenden bedankt. Da war er dermassen erfreut, sodass er sein Köfferchen mit CDs geholt hat, und ich davon pflichtbewusst 2 gekauft habe. Pastor Gonzales…inzwischen als Rarität in Brocki Bülach zu finden; ich glaube nicht, dass sie jemand gekauft hat bis jetzt. Who knows!?! Discorontäne? NOT.

  3. Detektiv Karen

    Hmm…also die Schrift auf der CD im Bild ist schon ein klares Indiz (oder sogar Beweis) für die oder den (ehemalige/ehemaligen) Inhaberin/Inhaber dieses Gerümpelzeugs! Ich denke die-oder derjenige wird sich angesprochen fühlen und verstehen! Aus Datenschutzgründen kann ich keine Namen nennen!

  4. Also,ich muss auch noch meine Gedanken los werden. Wer könnte denn die Hasselhoff-Zeit vergesssen.Haselhoff und Haselhoff und nochmals Hasselhoff… Leider gab es im Hause H.in B keine Pamirs… Aber den Erziehungsberechtigten A. und R. war Hasselhoff lieber als Kriegsspielzeug, und so mussten sie da durch…..
    Und dann die plötzliche Pflanzenaffinität meines Sohnes.. Freude herrscht….
    Dann der Hebdifescht-Nachwuchs, diese Woche auf Besuch bei nonna. Was da in diesen Wochen passiert ist. Alle kleine Philosophen/in, die mit nonna über ernste Themen diskutieren.Hoffentlich verschwindet dieses lästige Virus bald,damit der Philotreff wieder stattfinden kann.

    1. Du Moment mal, von wegen **plötzlicher** Pflanzenaffinität..
      Schon vor ~10 Jahren habe ich fürs Studium voller Liebe mein Herbarium aus 200 einheimischen Arten zusammengestellt und habe jede einzelne Pflanze sorgfältig gessammelt und bestimmt …

      Oh, ah nein, das warst ja du…
      Hm, ich geh nochmaös nachdenken.. (sag doch mal was das pinke auf dem Bild ist)

      1. Dann war also doch Lea für den tollen Balkon an der Bremgartnerstrasse verantwortlich? Oder nicht? Oder doch? Hmmmm… Was ist eigentlich mit den Radiesli-Setzlingen passiert? Hmmmmm…

  5. Jetzt müsst ihr aber langsam bremsen, morgen habe ich bestimmt Muskelkater. Aber nicht vom strengen Physiotherapeuten, sondern vom Lachen. Herrlich, alle eure Kommentare! Ihr seid grossartig! Danke!

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